KANTINE backstage

27. Januar 2009

DIE BAND AYABIE – Wie die Japaner den Einlass regeln…

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Die Band AYABIE
Wie die Japaner den Einlass regeln

Einige Gäste der Freitagsparty „Best of Generation“ trauten eines freitagnachts 2008 ihren Augen nicht mehr, denn Teenies campierten auf dem Kantinengelände, um schon drei Tage vor Konzertbeginn der japanischen Band „Ayabie“ ihren Idolen ganz nah zu sein. Wie man einer Band nah sein kann, die irgendwo in Europa spielt und erst Sonntag anreist, soll mir mal einer erklären. Mit dieser Fragestellung im Gepäck, ließ ich es mir nicht nehmen der Sache auf den Grund zu gehen und ich habe fünf Hardcorefans interviewt. Dabei kam heraus, dass ich keine Ahnung habe was da aus Nippon auf uns zukommt. Damit bin ich jedoch nicht alleine, was mich einigermaßen beruhigt, denn ich dachte, dass mir in Sachen Musik  nichts vorzumachen ist. Weit gefehlt.

Es ist mehr als nur Musik und fantasievolles Outfit. Ayabie, die Band aus Japan, ist eine der Combos, die J-Rock machen – Japanese Rock.

Überwiegend Mädels, im Alter zwischen 16 bis 20 Jahren in extravaganter, zum Teil selbstgenähter Kleidung waren angereist. Hätte man Mangas lebendig gemacht, wäre die Kantine der Schauplatz dafür. Was keiner der Kollegen bis dato kannte war die Disziplin, die beim Einlass herrschte.

Das Einlass-Szenario:

free-hugs1-900-x-600_0.jpg Japan, bekannt für seine Disziplin, stand hier auch wieder Pate.
“Die Tickets in Japan sind immer durchnummeriert“, erzählt mir auf Nachfrage dann die 20-jährige Norah aus Velbert.
Sophia aus Bautzen ist hingegen acht Stunden mit dem Zug angereist und hat sich auch schon zwei Nächte um die Ohren geschlagen. Unser Ticketsytem kennt vorwiegend die Einteilung in Steh- und Sitzplätze und das wars. Wer zuerst kommt, der ergattert die vordersten Plätze beim Einlass und ist dann meistens auch als erster an der Frontlinie, ganz nah bei seinen Stars. So läuft das bei uns und in der gesamten angelsächsischen Musikwelt. Japan ist ganz anders!
Die J-Rock Fans machen das auch ganz anders, so auf die japanische Art: Der Fan, der zuerst anreist malt sich mit einem Textmarker eine Nummer 1 auf den Handrücken und trägt dafür Sorge, dass der Nächste eine 2 bekommt und so weiter. Das System funktioniert!! Unglaublich. Wir sind schon an einfacheren Dingen gescheitert. Die Mädels machen es. So kam es, dass meine fünf Ayabie-Fans die Nummern ab 13 hatten.

Die Zahl 22 hat für Norah eine ganz besondere Bedeutung: „ Beim Konzert der J-Rock Band Miyaviein in Bonn habe ich mir 22 Rippen gequetscht, weil ich vor der Bühne eingekesselt war“, sagt Norah voller Stolz und bekräftigt, dass ihr das Erlebnis jede einzelne Rippe wert war! Fabienne aus Duisburg hält mir im Interview ein Schild vor dir Nase auf dem „Free hugs“ steht. FREE HUGS heißt Umarmungen gratis!
Fabienne  erklärt mir dann auch, was es damit auf sich hat. Im sonst so emotionsarmen Japan, in dem Gefühle zeigen nicht üblich ist, versammelt sich die Visual-Kei-Jugend auf der Harajuku-Bridge um eine Gegenströmung zum sonst so emotionslosen Japan zu bilden und lädt jeden Passanten zu einer Gratis-Umarmung ein. Irgendwie gefällt mir das und eh ich mich versehe, bekomme ich fünf Gratisumarmungen von verschiedenen Menschen. Wenn etwas cool ist, dann das! Besonders wertvoll war hierbei die Erkenntnis, dass körpereigene Botenstoffe erst nach einer 40-sekündigen Umarmung freigestetzt werden. 40 Sekunden können verdammt lang werden, wenn man einen völlig fremden Menschen umarmt!

In diesem Sinne.
Bis bald,
Euer Backstagereporter Marcelus Lachhein

21. Januar 2009

R O S A R O T & P I N K !

Filed under: Kantine-Stories — Schlagwörter: , , , , , — Marcelus @ 22:31

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Es ist bunt, es ist schrill, es ist neu und es ist ganz anders…, aber es ist fast immer pink!

Konnichi wa.

Die Fans der Nippon-Band AYABIE passen in so gar keine Schublade. Da liefen mir doch gute zwei Wochen vor Konzertbeginn im Sommer 2008  zwei eindeutig zu junge Gäste über den Weg, die sich bei unseren Sicherheitsleuten über die Einlasssituation beim Konzert erkundigten- nur so, um die Atmosphäre vorab einzufangen. Das gab´s so einfach noch nicht! Auch die Rückfrage bei unserem Booker Mischa, der Rock ´n Roll ja nun wirklich kennt, brachten nur völliges Erstaunen zu Tage: “Wie die Atmosphäre…?”

In der Kategorie Fan würde ich so ein Verhalten eindeutig bei 10 ansiedeln, wenn man bedenkt, dass die Mädels extra  mit dem Bus angereist sind. Soweit so gut. Aber dass die zwei dann gleich da geblieben sind, hatte einen handfesteren Grund: Es fuhr kein Bus mehr am gleichen Abend zurück. Kurzerhand wurde in unserem Biergartenhäuschen übernachtet. So viel Engagement für seine Musik-Idole sollte honoriert werden. Könnte glatt sein, dass sich die Ayabie-Fans mal wieder in die Kantine verirren, in ein paar Jahren vielleicht und dann hat sich das mit den Schattierungen in Pink bestimmt verwachsen.

Noch sind sie gekleidet wie die Helden aus ihren japanischen Mangas a´la Dragonball & Sailormoon. Sie sind VISUAL-KEI´S und da ist Mode und Musik wichtig, aber es steckt viel mehr dahinter.

Den ganzen Konzertbericht mit vielen Hintergründen und Bildern könnt Ihr am kommenden Sonntag lesen.

Domo arigato gozaimasu.

Sayonara,
Marcelus

19. Januar 2009

Die Leiden des jungen Horst 2.0

Filed under: Kantine-Stories — Schlagwörter: , , — Marcelus @ 01:28

Liebe Leute,

Euer Backstage-Reporter meldet sich zurück. Diese Woche erreichte mich die Geschichte oder genauer gesagt, es ist die Katastrophen-Reportage einer langjährigen „Kantinen-Nase“.

Horst Hilse werden die meisten von Euch ja aus dem Kassenhäuschen kennen. Genau, es ist dieser „Hans Albers-Typ“, bei man sich immer fragt, wie der sich wohl ins Kassenhäuschen gezwängt oder in unseren Shuttlebus gefaltet hat.  Neben dem Shuttlebus, ist die Kasse ein Arbeitsplatz den sich „der Lange“ mit dem Backstage-Reporter und Frank teilt. Da die Zeiten ja bekanntlich nicht besser werden und wir alle zu Multijobbern mutieren, blieb Horst aber auch nichts erspart und er wurde auf Tour geschickt, um Werbung für ein Konzert zu machen.

Diese Geschichte kommt ungekürzt…..
…und die nächste Geschichte soll bald folgen. Freut Euch jetzt schon mit mir auf “Horst reloaded”.

Euer Backstage-Reporter,
Marcelus

Abenteuer  Bonnreise

Schön war, dass ich bereits um 18.10 Uhr an der Kennedybrücke sein konnte und dann genug Zeit zum Suchen hatte… Beethovenhall eingeparkt.. Fragen gehen – geschlossen…Mist ! Taxifahrer: Frongasse?- Nix wissen. Fährt weg..

Wieder in Kantinenshuttle und zu Opernhaus… Aha, Licht brennt… Hintereingang offen. Orchesterprobe mit schöner Musik,leider die falsche. Dame an der Pforte hilft weiter… Stadtplan City aus Büro geholt… Frohn- oder Frongasse? – Unbekannt… Harmonie? nie gehört…

Moment… da kommt ein junger Mann den Gang entlang mit handy am Ohr “, der macht hier überall Kellner in der Umgebung…” erläutert die Dame….

Also Anquatschen —  Ja,ja, das muss eine der Gassen sein, da am Bertha von Suttner Platz. Am besten Wagen hier stehen lassen, da dort keine Parkmöglichkeit… Karton in den Arm und in die angegebene Richtung.. Aha,

Langgasse, Büderichgasse, Immengasse…!!! ÄÄhhh -  Passanten ausquetschen.. endlich ein älterer Bonner Herr, sehr freundlich und hilfsbereit.

“hmmmm  – noch nie gehört -  wohne seit 40 Jahren hier… ”

Ende Gelände – Hilflos frierend schon… fast 19.00 uhr …Karton wird schwer… Was tun?

Kommt Junger Typ mit “Watt auf de Ohren” – anquatschen… Er muss Kopfhöhrer ausziehen..

“Klar, kenn ich, bei meiner Freundin um die Ecke”  — “Jaja, Harmonie, ist heute Konzert” !!!

Mein Herz hüpft vor Freude und Dankbarkeit…

Wo? Nix city?

”ca 25 Kilometer weiter in Endenich” Plopp! Verblüffung! Er ist sich ganz sicher…

Also Fussmarsch zurück…  Endenich?   Richtung Hardtberg Also über Eisenbahnbrücke …… Konzentrierte Fahrt Richtung Endenich

Schei…..eeee!!!  Benzin leer !  Tanke suchen- aha  …. letztes Geld in den Tank werfen.

Mittlerweile 19.45 Letzter Halt an Frittenbude vor Autobahnauffahrt Hardtberg – Netter Türke kommt mit raus und erklärt genau…. Oki doki,verstanden.. schräg links direkt vor Autobahnverteiler!

DA!!!!    Das Lokal gesichtet…. JA!!!  mit Plakat draussen !!!!

Parkmöglichkeit suchen… schwierig, schwierig -  Überall Halteverbot.. Aha Parkplatz in der Nähe… Geschafft ! Karton unter den Arm-zurücklaufen…

20.10 Uhr… Bin im Konzertraum – Wurde schon erwartet….Veranstalter Bonnmusik. Kasse kennt keinen von Harmonie-Leuten…   Aber doch:  SUPER! satter sound…

Endlich.. jemand gehört zum Laden

Plakate aufhängen? geht nicht… Türen voll und ansonsten nur im Rahmen.. Nichts mehr frei-sorry

Kommt jemand namens Ed : Kantine?  “Grüß auf jeden Fall den Markus von mir! Alter Kumpel – werde mal wieder vorbeischauen in der Kantine!” Kommt die Frau von Bonnmusik: Hier die Plakate für Kantine mitnehmen!- ok!

22.00 Uhr – nach 30 Minuten Zugabe Konzert zuende…

Postiere mich im Ausgangsbereich zwischen Kücheneingang Gastronomie und Flur zum Ausgang…zuvor auf kleines Regalbrett zur Gastro Kantinenprogramme ausgelegt… Ooohhh schon alle weg… Nachlegen! – und noch eine zweite Auslagemöglichkeit in Raucherbereich entdeckt… Kantine scheint bekannt: alle greifen zu!
da strömen sie schon: In 20 Minuten alle Flyer verteilt… Auch vor dem Lokal kein einzigen weggeworfenen gefunden….

Zurück zum Parkplatz – Verdammt… !!! – Alles Glatteis- bis Autobahn Schneckentempo !

Dann endlich wieder zuhause …. 0.40 uhr

War aber ein Superkonzert ! und erfolgreiche Werbeaktion, wie selten.

Gruß,
Horst

PS. Werde gleich Wagen zurückbringen.

11. Januar 2009

Der Backstage-Reporter tritt seinen Dienst an!

Filed under: Allgemeines — Schlagwörter: , , , — Marcelus @ 15:00

aufkleber.jpg Liebe Kantinengäste,

der Startschuss ist gefallen und jetzt gibt es kein zurück mehr, denn heute tritt Euer Backstage-Reporter seinen Dienst an! Da ja bekanntlich der erste Eindruck zählt, komme ich wohl nicht umher mich hier mal bei allen Gästen und Besuchern von www.kantine.com  vorzustellen.

Ab sofort werde ich einmal in der Woche hinter den Kulissen der Kantine  unterwegs sein, um Euch mit Neuigkeiten aus der Welt der Stars und Sternchen zu versorgen.

Getreu dem Motto: “Jeder ist bei uns ein Star”, werde ich nicht davor zurückschrecken den DJ´s & LJ´s mal über die Schulter zu schauen, unsere Securities zur aktuellen Sicherheitslage zu befragen, Musiker zu interviewen, Konzertberichte für Euch zu schreiben oder auch den ein oder anderen Mitarbeiter vorzustellen.

marcelus.png Getreu dem Motto: “Dr. Sommer hat ausgedient”, habe ich mich von meinem Chef dazu überreden lassen Euer Mann für die Leserbriefe zu sein. Also Leute, schreibt nur schöne Dinge, die nicht gegen Ehre und Sitte verstoßen. Wenn Ihr Fragen habt, dann schreibt mir!

Möglicherweise habt Ihr eine schöne Geschichte zu erzählen und möchtet Euch mit mir zum Interview treffen. Alles kein Problem! Ich bin Träger des Redaktionsgeheimnisses und kann mich auf das Zeugnisverweigerungsrecht berufen, wie Ihr seht gehöre ich zu einer der vertrauenswürdigeren Berufsgruppen.

Als kleines Dankeschön möchten wir Euch den neuen Autoaufkleber in gewohnt knackig orange schenken (siehe Bild links oben). Der liegt ab sofort an der Kasse bereit und wird auf Anfrage an Euch ausgegeben.

Bis bald…

Euer Backstage-Reporter,

Marcelus

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