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	<title>KANTINE backstage &#187; Kantine-Stories</title>
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	<description>Der Blog der Diskothek DIE Kantine in Köln</description>
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		<title>Unser Weihnachts-Geschenktipp &#8211; &#8220;Seit ich ein Tier bin&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 18:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KANTINE-Team</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kantine-Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Weihnachts-Geschenktipp &#8211; das Buch &#8220;Seit ich ein Tier bin&#8221; von Christian Bartel und wie es dazu kam&#8230;
Sonntag Abend, 22.11.09, Konzert mit den Monsters of Liedermaching. Schon seit 13 Uhr gerödelt. 70 Bierbänke unter der Bühne rausgekramt und sauber in der Halle auf dem Dancefloor aufgereiht.
Monsters sind zum zuhören, singen lustige, intelligente und dumme Lieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Weihnachts-Geschenktipp &#8211; das Buch &#8220;Seit ich ein Tier bin&#8221; von Christian Bartel und wie es dazu kam&#8230;</strong></p>
<p>Sonntag Abend, 22.11.09, Konzert mit den Monsters of Liedermaching. Schon seit 13 Uhr gerödelt. 70 Bierbänke unter der Bühne rausgekramt und sauber in der Halle auf dem Dancefloor aufgereiht.<br />
Monsters sind zum zuhören, singen lustige, intelligente und dumme Lieder in unserer Muttersprache. Da muss man sitzen, um das zu verstehn. Wie beim Fernsehn. Sogar einen Kühlschrank brauchen die auf der Bühne, mit Bier drin, aber auch um drauf zu stehn.  Um 19 Uhr ist alles aufgebaut und gesoundchecked. Es ist Einlass, und wir gehen bei Slatko essen. Nachbar Schirm 2000 Klaus ist auch da. „Wer sind denn die ganzen Jungs da?“ „Die spielen gleich. Lieder die auch mal was tiefer gehen. Vielleicht gefällts dir.“<br />

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Um 20 Uhr zurück in der Halle muss ich das Dekolicht ausmachen. Die Show beginnt. Ein Monster kommt auf die Bühne und erklärt, dass die Vorgruppe „Wohnraumhelden“ nicht spielt, dass das irgendwie ein  Versehen war, aber dass stattdessen ein Christian Bartel als Support auf die Bühne kommt. Tut der dann auch. Sagt, dass er keine Musik macht und nicht singt, dafür was vorliest.<br />
Und dann kommt die Geschichte von Frau Pichelsteiner und der sprechenden Katze. Und: die kenn ich! Die ist aus meinem Lieblingsbuch 2009. Hat mir eine Kantinengästin geschenkt, mit der ich mich über Lesen und Bücher unterhalten habe. Das geht tatsächlich in der Kantine. Ok, nicht auf dem Dancefloor, aber man findet ruhigere Eckchen. Sagt die doch tatsächlich: „Ich hab eins im Auto, hab ich grad ausgelesen, kennt keiner, junger Bonner Schriftsteller, kleiner Verlag, dass schenk ich dir.“ Ich hab sie nie wieder gesehen, und das Buch war ein Treffer. Ich hab es selber inzwischen an die 10 Mal verschenkt. Bin gleich nachdem Christian Bartel nach seinem Auftritt von der Bühne kam ,und die Monsters anfingen, zu ihm, hab mich vorgestellt, und ihm die Story erzählt und gleich noch mal 10 Bücher von ihm am Merchstand kaufen wollen. Ging nicht, hatte nicht so viel am Merchstand, aber noch welche im Auto. Ok machen wir später.<br />
Monsters spielen. Kommt Schirm 2000 Klaus rein. Steht neben mir, hört zu. „He Klaus, liest du eigentlich manchmal? Hast leider grade den Schriftsteller verpasst, der hat aus seinem Buch vorgelesen“. Schirm 2000 Klaus sagt, dass er schon Jahre kein Buch mehr gelesen hat, liest Sport im Express, hat ne Dauerkarte für den FC, die er aber nach dem gestrigen 0:4 gegen Hoffenheim wieder kündigen will.<br />
Bush hat auch mal gesagt, dass er nicht liest. Schirm 2000 Klaus hat nichts mit Bush gemein. Schirm 2000 Klaus kann Witze. Sowie, he kennste den? Ein Bauer hat drei Söhne. Kommt der Älteste zu ihm und sagt: „Vatter, ich hät gern nen Porsche.“ Sagt Vatter: “Du spinnst wohl Sohn. Solang der neue Trecker nit bezahlt ist, kannst du zu Fuß gehen.“ Kommt der zweit Älteste zu ihm und sagt: „Hey Alter ich hät gern nen Golf.“ Erwidert der Bauer: „Solang der Trecker nit bezahlt ist kannst du zu Fuß gehen.“ Ok, kommt der kleine 5 jährige zum Vater und sagt: „Pappi, ich will ein Bobby Car zu Weihnachten.“ „Solang der Trecker nit bezahlt ist, musst du zu Fuß gehen.“ Geht der kleine raus auf den Hof. Sieht wie der Hahn auf die Henne steigt. Nimmt Anlauf und gibt dem Hahn einen Tritt in den Arsch und sagt: „Solang der Trecker noch nit bezahlt ist, kannst du zu Fuß gehen.“ Na gut, Schirm 2000 Klaus kann Witze, aber liest nicht. Ich kann keine Witze, vergess die immer, aber wenn Schirm 2000 Klaus einen erzählt, muss ich lachen. Meistens.<br />
Da bin ich dann noch mal zu Christian Bartel an den Merchstand, und sag ihm, jetzt musst du mir doch schon mal eins von den 10 Büchern geben und als Widmung reinschreiben: „ Für einen, der nie liest“. Ich geb Schirm 2000 Klaus das Buch. Der freut sich über das ungewöhnliche Geschenk und steckt es hinten in seine Jeanshosentasche. Er kennt sich aus. Taschenbuch. Prima Geschenk. Passt auch in kleine Frauenhandtaschen. Ob er´s wohl liest? Ich werd´s erfahren, du lieber Leser vielleicht nicht. Vielleicht erzählt Schirm 2000 Klaus ja auch mal ne Geschichte aus dem Buch, wenn er´s dann gelesen hat.<br />
Ja, und jetzt kommt endlich eine Geschichte von Christian Bartel, ich würde vorschlagen: „Für das erste Mal war´s nicht schlecht“. Die könnte man mittendrin enden lassen, weil, die ist ja spannend, will ja wissen, wie der Überfall ausgeht. Also die kommt dann hier:</p>
<p><span style="color: #800000;">Fürs erste Mal wars nicht schlecht. (Auszug)</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Natürlich sind über den Damenumkleiden keine Videokameras installiert worden. So was ist ja verboten. Aber letztes Jahr wurde der Laden umgebaut, weil die Zentrale gesagt hat, dass die Kasse nach vorne soll. Mir persönlich ist es ja scheißegal, aber jetzt sind die Damenumkleiden halt auch videoüberwacht, weil niemand die Kameras da drüber weggemacht hat.</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Aber in der Damenumkleide wird eh am meisten geklaut. Was Frauen sich alles unterziehen können, ohne dass es groß auffällt, ist der Hammer. Männer stopfen sich die Sachen gleich am Regal unter die Jacke und rennen sofort raus, wenn sie glauben, dass der Kaufhausdetektiv sie bemerkt hat. Daran erkennt sie der kluge Detektiv, sagt Horst, und der ist ja einer. Für Männer bräuchte man eigentlich keine Videoüberwachung, sagt Horst.<br />
Der Vorvorgänger von Horst hat sich mal einen blasen lassen. Das Mädchen hätte ihm das angeboten, als er sie erwischt hat, hatte er jedenfalls behauptet, aber wie dann rausgekommen ist, dass die erst vierzehn war, hat ihm eh keiner mehr was geglaubt. Horst sagt, der sitzt immer noch. Danach mussten alle Detektive eine Schulung machen, aber Horst hat geschwänzt, weil er den Dozenten von früher kannte, der war auch mal bei der Polizei. Aber das macht nichts, weil Horst ist ja eh schwul.</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Wir sollen die Monitore ausmachen, hat die Geschäftsleitung irgendwann gemeint und nur im Bedarfsfall benutzen. Wenn jemand was klaut, zum Beispiel. Aber es wird ja immer geklaut und wir kriegen jedes Mal Prämie, deswegen sind die Monitore immer an und meine Schwester zum Beispiel geht nicht mehr einkaufen bei uns, obwohl sie über mich Prozente kriegen würde.<br />
Bea sagt, daß Hassan manchmal wichst, wenn Mädchen sich umziehen. Das kann auch sein, obwohl Hassan Moslem ist und die dürfen viele Sachen ja nicht. Mit Hassan arbeite ich trotzdem lieber, weil er immer Essen mitbringt. Dafür kriegt er meine Zeitung, wenn ich die durch habe. Wegen seinem Deutsch. Das muß besser werden, sagt er.<br />
Heute ist nichts los und Marktleiter Villinger kommt erst am Nachmittag, deswegen rauchen wir die Bude voll, außerdem haben wir den Rauchmelder abgeklemmt. Horst liegt im Lager auf einem Haufen Cashmere-Pullover und schläft, weil er gestern saufen war.<br />
Hassan und ich schauen uns seit vier Stunden fast leere Monitore an. Hassan wird unruhig, erzählt umständlich was von Kindergarten, seiner Frau und Putzen und geht dann. Viel bringt das Zeitunglesen bei ihm ja nicht, aber ich weiß eh, dass er die Tochter abholen muß, das tut er Montags immer. Drei Mädchen wühlen in einer Grabbelkiste und setzen sich lachend Unterhosen auf den Kopf.<br />
Dann gehen sie wieder und ich mache mir ein Bier auf.</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Peggy kann nicht mehr. Sie muß sich hinsetzen und noch mal tief durchatmen. Das ist ja ihr erster Überfall.<br />
Deswegen überfällt sie auch keine Tankstelle oder eine Bank.<br />
Hier im Laden kennt sie sich nämlich aus.<br />
Sie kramt noch ein bisschen bei den T-Shirts herum, um nicht aufzufallen und weil das rote Oberteil wirklich schön ist. Das wird sie dann auch noch mitnehmen, überlegt sie und geht steifbeinig zu den Damenumkleiden, weil ihr die Knie zittern. Peggy läßt sich auf die Bank fallen, den Kopf zurücksinken und macht die Augen zu. Ihr ist schwindelig. Sie kann auch einfach wieder gehen, denkt sie, dann wäre nichts passiert. Aber es ist ja noch nie was Aufregendes passiert bei ihr, und deswegen ist sie auch hier, unter anderem. Außerdem braucht sie Geld. Nicht die sechshundert Euro am Ende des Monats. Sondern ganz viel auf einmal. Zehntausend oder so. Warum, weiß sie selber nicht genau.<br />
Peggy macht ihren Rucksack auf und zuckt zusammen, weil sie gleich die Waffe in die Hand nehmen muß. Sie weiß ja nicht mal, ob die wirklich echt ist oder nur Gas verschießt. Er hat zwar immer behauptet, dass sie echt ist, aber er hat ja immer alles mögliche behauptet, der Arsch. Patronen sind jedenfalls drin, da hat sie nachgeguckt.</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Das ist wirklich die Peggy, da auf dem Bildschirm. Ich hab sie erst nicht erkannt, weil sie jetzt schwarze Haare hat. Früher war sie blond, mit komischen Strähnchen drin. Peggy kommt aus Sachsen oder so und meine Schwester hat sie früher deswegen immer verarscht. Ich mochte aber ganz gern, wie sie geredet hat. Aber sie war ja mit diesem Arschloch zusammen, deswegen hab ich nie was gesagt. Wieso sitzt die denn so lange in der Kabine rum? Ich glaube, die heult.<br />
</span><br />
<span style="color: #800000;">Peggy reißt sich zusammen, wischt sich noch mal über die Augen und zieht die Skimütze über. Dann holt sie die Waffe aus dem Rucksack und übt ihren Text. Ohne zu stottern, ohne, dass die Stimme wegsackt und ohne diesen Dialekt, der ist ihr ja eh peinlich.</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Scheiße. Die will den Laden überfallen. Oder was soll das sonst?</span></p>
<p>Also, wenn ihr neugierig seid, wissen wollt, wie die Geschichte ausgeht, noch schöne Geschenke für Weihnachten sucht, kauft und verschenkt „SEIT ICH TIER BIN“ von Christian Bartel. Das Buch hat keine noch so große Buchhandlung in der Innenstadt vorrätig. Hab ich ausprobiert. Kann man da aber bestellen. Die finden das im Computer und am nächsten Tag kann man es abholen. So kann man das auch an der kleinen Buchhandlung nebenan machen, die haben auch den Computer.  Was ich damit sagen will: Think global, buy local.</p>
<p>Frohe Weihnacht,<br />
herzlichst,<br />
Marcus.</p>
<p>PS: Sofern ihr nur neugierig seid, wie das mit Peggys Überfall weitergeht, fragt uns oder Schirm 2000 Klaus, und wenn der´s nicht weiß, soll er euch einen Witz erzählen.</p>
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		<title>Jamaika-Taxi</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 22:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcelus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kantine-Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Ford Sierra]]></category>
		<category><![CDATA[Muta Baruka]]></category>
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		<description><![CDATA[Reggaestars sind easy. MUTA BARUKA ist ein Reggae-Star und Reggae-Stars sind für gewöhnlich sehr entspannt unterwegs, eigentlich immer &#8220;easy&#8221;. So hatte ich es immer in Erinnerung. Also, es war einer dieser heißen Tage und es galt unseren Act des Abends vom Hotel abzuholen: MUTA BARUKA. Nichts Ungewöhnliches für mich, den dieser doch recht triviale Job bot vielfach gute Gespräche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>Reggaestars sind easy.</strong> MUTA BARUKA ist ein Reggae-Star und Reggae-Stars sind für gewöhnlich sehr entspannt unterwegs, eigentlich immer &#8220;easy&#8221;. So hatte ich es immer in Erinnerung. Also, es war einer dieser heißen Tage und es galt unseren Act des Abends vom Hotel abzuholen: MUTA BARUKA. Nichts Ungewöhnliches für mich, den dieser doch recht triviale Job bot vielfach gute Gespräche mit interessanten Stars, wie der Molokosängerin Roisin Murphy, die mich nach kurzem Kennenlernen noch mit auf eine Party entführen wollte und dem Sänger Mike Patton von Faith no More, der es sich nicht nehmen ließ mit mir ein Rennen auf einer Kehrmaschine des Hausmeisters  zu fahren&#8230;.Der Fahrgast des Abends sollte anders sein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>Guter alter Sierra.</strong> Da die Geschichte schon einige Zeit zurückliegt und das einer unserer letzten Konzerte am alten Standort in Köln-Nippes war, muss ich erwähnen, dass wir damals schon einen großen Fuhrpark mit neuen Autos  inklusive eines  Shuttlebus hatten. Doch wie das manchmal so ist, waren gerade an dem Tag alle Autos in semiprivater Nutzung unterwegs. Es blieb mir also nicht anderes übrig als mit dem vorlieb zu nehmen, was gerade auf dem Hof stand. Was dort stand, war allerdings erschütternd anzusehen: ein weißer Ford Sierra Kombi mit vollem Plakatiereimer auf der Ladefläche. Okay, standesgemäß würde ich das nicht gerade nennen, aber zweckmäßig, ist ja auch nur eine kurze Strecke von der Kantine bis zum Hotel am Ring. Beim Einsteigen bemerkte ich jedoch einen beißenden Geruch nach Benzin. &#8220;Hölle, was ist das&#8221;, dachte ich mir. Auf der gesamten Rücksitzbank war der Reservekanister ausgelaufen, sodass der ganze Wagen eingenebelt war. Egal, ich musste schließlich los und weit und breit war auch kein Kollege zu sehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>Reggaestars kiffen.</strong> Trotz einer Fahrt mit allen Fenstern auf Durchzug, hatte ich das Gefühl leicht benebelt zu sein, was auch nicht weiter schlimm war, den ich war froh nicht weiter über die Scheißkarre nachzudenken, mit der ich da am Hotel vorgefahren kam. Jetzt galt es Haltung zu bewahren, sodass ich relativ seriös am Auto lehnte, um meinen Gast wie ein Chauffeur zu empfangen. &#8220;Hi, I am Marcelus from the venue &#8220;die Kantine&#8221;, welcome to Cologne Mister Baruka&#8221;, waren meine begrüßenden Worte, die ich so nett hervorbrachte, dass alleine das schon Misstrauen erwecken musste. Baruka hatte mich angeschaut, sich bedankt, um dann gleich hinterherzuschicken, wo den der Wagen sei. &#8220;This is our car Mr. Baruka&#8221;, gab ich mit einer ausladenden Handbewegung, die in Richtung Sierra zeigte,  zur Antwort, um den Eindruck zu erwecken, dass unser Sierra so etwas wie der neue Maybach wäre. Nachdem wir beide eingestiegen waren und das getan haben, was man so tut: atmen, verstummte Muta Baruka für eine Weile, um dann zu sagen: &#8220;This is the worth car I have ever been driven with!&#8221; Schock! Bei mir stellte sich direkt dieses NICHT-OK-GEFÜHL ein. Mit dieser Direktheit hätte nun wirklich niemand gerechnet, aber der Mann hatte irgendwie recht. Vielleicht war es einfach zu verklärt von mir zu denken, dass Jamaika für einen eher unkonventionellen Personentransport steht, so mit 20 Mann auf der Ladefläche, Nutzvieh und der Tagesernte. Dann kam irgendwas mit &#8220;disrespect&#8221; und ich dachte mir, jetzt ist es vorbei mit jeglicher &#8220;easyness&#8221;, jetzt mal besser was schneller fahren. Wenigstens hat er sich im Auto keine angesteckt, wegen unseres hochexplosiven Umfelds, denke ich mal.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333399;"><strong>Rock n Roll.</strong> Rock n Roll ist, wenn alle ihr Bestes für die Show gegeben haben und das war diesen Abend der Fall. Am Ende hat Mr. Baruka ein super Konzert  gespielt  und der ganzen Crew &#8220;blessings&#8221; und &#8220;respect&#8221; gezollt. Mir hat er noch gesagt: &#8220;This Ford is no good man, but you are a nice guy!&#8221; Bis zu heutigen Tag frage ich mich, ob Mr. Baruka mich nicht angeschwindelt hat. Also, ich habe auf Jamaika schon richtig üble Karren gesehen. Unser Sierra hat lange ausgedient, ist hoffentlich in die Presse gewandert und nicht nach Jamaika exportiert. Ich würde es echt niemandem wünschen. Wir fahren jetzt immer mit dem modernen Shuttlebus in Hotels und auch schon mal zum Flughafen. Alle sind so zufrieden. Wie langweilig.</span></p>
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		<title>Herr über hunderte Parkplätze</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 10:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcelus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kantine-Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Hans]]></category>
		<category><![CDATA[komplexe Systeme]]></category>
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		<description><![CDATA[Verirrt man sich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn in die Kantine, wird man da schon ein bekanntes Gesicht in oranger Warnweste bekleidet antreffen. Egal ob nasskalt oder in sengender Sonne, Hans ist immer vor allen da, um dafür zu sorgen, dass niemand ein Auto mitten auf &#8220;seinen&#8221; Parkplatz abstellt. Machen wir uns nichts vor, es ist keine Astrophysik, aber es kommt dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
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Verirrt man sich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn in die Kantine, wird man da schon ein bekanntes Gesicht in oranger Warnweste bekleidet antreffen. Egal ob nasskalt oder in sengender Sonne, Hans ist immer vor allen da, um dafür zu sorgen, dass niemand ein Auto mitten auf &#8220;seinen&#8221; Parkplatz abstellt. Machen wir uns nichts vor, es ist keine Astrophysik, aber es kommt dem schon ganz nahe, was unser Parkplatz-Chef allabendlich treibt, um so vielen Gästen wie möglich einen Parkplatz zu bieten. Im Idealfall stehen die Fahrzeuge dann in Reih und Glied, Tür an Tür.  Manchmal kommt aber alles anders, so kann es schon mal sein, dass ein kräftiger Herr einen noch dickeren Hals vorzuweisen hat und das vor Arbeitsbeginn. Der Auslöser für dieses Stimmungstief ist dann meistens schnell in einem mitten auf dem Platz geparkten Auto gefunden. <em>&#8220;Ich habe ein ausgeklügeltes System entwickelt, um die maximale Kapazität auszuschöpfen und wenn mir auch nur einer schlecht parkt, dann kann ich meine Reihen nicht setzten, es ist wie die Ordnung in einem komplexen System.&#8221;</em> Wenn Hans das sagt, merke ich wie ernst er seinen Job nimmt. Ich habe mir das System erklären lassen und es auch in den Grundzügen verstanden, aber es gleicht schon einer Kunst. Alle lieben Hans, denn Hans ist ausgestattet mit dem Temperament eines Brauereipferdes und stets gelassen (Ausnahmen bestätigen die Regel), findet immer ein nettes Wort für unsere Gäste und kennt unsere Verantaltungen in- und auswendig. So verwundert es auch nicht, wenn sich hübsche Damen in Stöckelschuhen unterhaken und von ihm zu Auto begleiten lassen oder an regnerischen Tagen unter seinem Schirm Schutz suchen. <em>&#8220;Jeder Job hat auch seine guten Seiten, man muss sie nur für sich entdecken&#8221;,</em> sagt mir der 56-jährige und kann dabei ein Schmunzeln nicht verbergen.</p>
<h4>Die Ordnung in einem komplexen System:</h4>
<p>Der Auftrag ist klar: Man bringe so viele Vehikel wie möglich auf einem vorgegebenen Platz unter. Soweit die Theorie. Aber so einfach geht das nicht, das System ist zu komplex und nicht jeder kommt mit einem Smart oder Fiat 500 daher, da ist dann auch schon der ein oder andere SUV dabei und diese PKW sind ja bekanntlich etwas größer. <em>&#8220;Am schlimmsten sind Coupés, da sind die Türen dann so ausladend, dass keiner mehr in einer Reihe  aussteigen kann. Coupés, SUV´s, Geländewagen und Kleinbusse kommen grundsätzlich in die Außenplätze, manchmal auch schräg.  Kleinwagen können auch mal unterkommen, wenn eigentlich nichts mehr zu machen ist, das ist häufig bei den starken Veranstaltungen der Fall, wie Silvester, Konzerten oder bei &#8220;Tanz in den Mai, ist ja bald wieder! Ach ja und die &#8220;Open-Air-Discothek&#8221;  bei  schönem Wetter ist eine besondere Herausforderung, weil da Fahrer in ihren besonders schönen Autos gerne mal das große &#8220;Schaufahren&#8221; absolvieren.&#8221;</em> Hans denkt während seiner Schicht irgendwie in anderen Kategorien.</p>
<h4>Das Team:</h4>
<p>Das Parkplatzteam besteht aus  sechs Mitarbeitern, die sich untereinander abwechseln und ständig in Funkverbindung stehen. <em>&#8220;Ich selber bin einer der ersten Stunde und habe den Job schon in der alten Kantine in Nippes gemacht. Interessant ist einfach die Herausforderung, allen einen sicheren Platz zu geben. Abgesehen von ein paar Parkremplern, die nicht ausbleiben, ist auch noch nie etwas passiert. Frauen kommen immer sicher nach Hause.&#8221;</em></p>
<h4>&#8220;Was mir wichtig ist:&#8221;</h4>
<p><em>&#8220;Immer wieder erlebe ich es, dass Gäste sich noch unter Alkohol ans Steuer setzen, das ist ja immer grenzwertig, aber häufig noch einigermaßen machbar.  Was uns aber von vielen anderen Discotheken und Konzerthallen unterscheidet ist, dass bei uns jeder Gast ganz problemlos seinen PKW über Nacht stehen lassen kann, wenns mal was mehr war. Da ist auch noch nie etwas passiert. Der Parkplatz wird nicht abgeschlossen und der Gast kann, auch am Wochenende noch seinen Wagen bei uns abholen und über die Ausfahrt hinten herausfahren, jederzeit. Mein persönlicher Tipp an unsere Gäste: Wagen stehen lassen! Einmal bin ich eingeschritten, als ich gesehen habe, dass jemand noch fahren wollte und echt nicht mehr im Stande dazu war. Eigentlich darf ich das ja nicht, aber dem habe ich einfach den Schlüssel abgenommen und in den Shuttlebus gesetzt. Das kommt aber selten vor.&#8221;</em></p>
<h4>Shuttlebus im 5-Minuten-Takt:</h4>
<p>Ein wenig stolz sind wir schon auf unseren Shuttlebus, denn was man sonst nur aus südlichen Urlaubsdestinationen kennt, ist bei uns schon seit Jahren im Einsatz. Bis 3 Uhr nachts fährt der Bus zu jeder Party von der Kantine  zur Bahnhaltestelle Wilhelm-Sollmann-Str., die Euch mit der Linie 12 und 15 Richtung Ebertplatz/Hauptbahnhof bringt. Der Bus pendelt ständig im 5-Minuten-Takt zwischen der Kantine und der Haltestelle, so dass keiner unserer Gäste lange warten muss.</p>
<h4>Die Ausrüstung:</h4>
<p>Starke Nerven, eine orange Warnweste, eine Taschenlampe mit Leuchtkegel und ein Funkgerät gehören zu den wichtigsten Dingen, die man in diesem Job braucht.</p>
<h4>Die Philosophie:</h4>
<p><em>&#8220;Jeder bekommt seinen Platz, jeder!&#8221;</em></p>
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		<item>
		<title>DIE BAND AYABIE &#8211; Wie die Japaner den Einlass regeln&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 23:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcelus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kantine-Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Ayabie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Band AYABIE
Wie die Japaner den Einlass regeln
Einige Gäste der Freitagsparty „Best of Generation“ trauten eines freitagnachts 2008 ihren Augen nicht mehr, denn Teenies campierten auf dem Kantinengelände, um schon drei Tage vor Konzertbeginn der japanischen Band „Ayabie“ ihren Idolen ganz nah zu sein. Wie man einer Band nah sein kann, die irgendwo in Europa [...]]]></description>
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<h4>Die Band AYABIE<br />
Wie die Japaner den Einlass regeln</h4>
<p>Einige Gäste der Freitagsparty „Best of Generation“ trauten eines freitagnachts 2008 ihren Augen nicht mehr, denn Teenies campierten auf dem Kantinengelände, um schon drei Tage vor Konzertbeginn der japanischen Band „Ayabie“ ihren Idolen ganz nah zu sein. Wie man einer Band nah sein kann, die irgendwo in Europa spielt und erst Sonntag anreist, soll mir mal einer erklären. Mit dieser Fragestellung im Gepäck, ließ ich es mir nicht nehmen der Sache auf den Grund zu gehen und ich habe fünf Hardcorefans interviewt. Dabei kam heraus, dass ich keine Ahnung habe was da aus Nippon auf uns zukommt. Damit bin ich jedoch nicht alleine, was mich einigermaßen beruhigt, denn ich dachte, dass mir in Sachen Musik  nichts vorzumachen ist. Weit gefehlt.</p>
<p>Es ist mehr als nur Musik und fantasievolles Outfit. Ayabie, die Band aus Japan, ist eine der Combos, die J-Rock machen &#8211; Japanese Rock.</p>
<p>Überwiegend Mädels, im Alter zwischen 16 bis 20 Jahren in extravaganter, zum Teil selbstgenähter Kleidung waren angereist. Hätte man Mangas lebendig gemacht, wäre die Kantine der Schauplatz dafür. Was keiner der Kollegen bis dato kannte war die Disziplin, die beim Einlass herrschte.</p>
<h4>Das Einlass-Szenario:</h4>
<p>
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</a>
Japan, bekannt für seine Disziplin, stand hier auch wieder Pate.<br />
&#8220;Die Tickets in Japan sind immer durchnummeriert“, erzählt mir auf Nachfrage dann die 20-jährige Norah aus Velbert.<br />
Sophia aus Bautzen ist hingegen acht Stunden mit dem Zug angereist und hat sich auch schon zwei Nächte um die Ohren geschlagen. Unser Ticketsytem kennt vorwiegend die Einteilung in Steh- und Sitzplätze und das wars. Wer zuerst kommt, der ergattert die vordersten Plätze beim Einlass und ist dann meistens auch als erster an der Frontlinie, ganz nah bei seinen Stars. So läuft das bei uns und in der gesamten angelsächsischen Musikwelt. Japan ist ganz anders!<br />
Die J-Rock Fans machen das auch ganz anders, so auf die japanische Art: Der Fan, der zuerst anreist malt sich mit einem Textmarker eine Nummer 1 auf den Handrücken und trägt dafür Sorge, dass der Nächste eine 2 bekommt und so weiter. Das System funktioniert!! Unglaublich. Wir sind schon an einfacheren Dingen gescheitert. Die Mädels machen es. So kam es, dass meine fünf Ayabie-Fans die Nummern ab 13 hatten.</p>
<p>Die Zahl 22 hat für Norah eine ganz besondere Bedeutung: „ Beim Konzert der J-Rock Band Miyaviein in Bonn habe ich mir 22 Rippen gequetscht, weil ich vor der Bühne eingekesselt war“, sagt Norah voller Stolz und bekräftigt, dass ihr das Erlebnis jede einzelne Rippe wert war! Fabienne aus Duisburg hält mir im Interview ein Schild vor dir Nase auf dem „Free hugs“ steht. <span style="color: #ff00ff;"><strong>FREE HUGS</strong></span> heißt Umarmungen gratis!<br />
Fabienne  erklärt mir dann auch, was es damit auf sich hat. Im sonst so emotionsarmen Japan, in dem Gefühle zeigen nicht üblich ist, versammelt sich die Visual-Kei-Jugend auf der Harajuku-Bridge um eine Gegenströmung zum sonst so emotionslosen Japan zu bilden und lädt jeden Passanten zu einer Gratis-Umarmung ein. Irgendwie gefällt mir das und eh ich mich versehe, bekomme ich fünf Gratisumarmungen von verschiedenen Menschen. Wenn etwas cool ist, dann das! Besonders wertvoll war hierbei die Erkenntnis, dass körpereigene Botenstoffe erst nach einer 40-sekündigen Umarmung freigestetzt werden. 40 Sekunden können verdammt lang werden, wenn man einen völlig fremden Menschen umarmt!</p>
<p>In diesem Sinne.<br />
Bis bald,<br />
Euer Backstagereporter</p>
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		<title>R O S A R O T  &amp;  P I N K  !</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 21:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcelus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kantine-Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Ayabie]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Nippon]]></category>
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Konnichi wa.
Die Fans der Nippon-Band AYABIE  passen in so gar keine Schublade. Da liefen mir doch gute zwei Wochen vor Konzertbeginn im Sommer 2008  zwei eindeutig zu junge Gäste über den Weg, die sich bei unseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[[[Show as slideshow]]
<p><strong>Es ist bunt, es ist schrill, es ist neu und es ist ganz anders&#8230;, aber es ist fast immer pink!</strong></p>
<p>Konnichi wa.</p>
<p>Die Fans der Nippon-Band <em>AYABIE </em> passen in so gar keine Schublade. Da liefen mir doch gute zwei Wochen vor Konzertbeginn im Sommer 2008  zwei eindeutig zu junge Gäste über den Weg, die sich bei unseren Sicherheitsleuten über die Einlasssituation beim Konzert erkundigten- nur so, um die Atmosphäre vorab einzufangen. Das gab´s so einfach noch nicht! Auch die Rückfrage bei unserem Booker Mischa, der Rock ´n Roll ja nun wirklich kennt, brachten nur völliges Erstaunen zu Tage: &#8220;Wie die Atmosphäre&#8230;?&#8221;</p>
<p>In der Kategorie Fan würde ich so ein Verhalten eindeutig bei 10 ansiedeln, wenn man bedenkt, dass die Mädels extra  mit dem Bus angereist sind. Soweit so gut. Aber dass die zwei dann gleich da geblieben sind, hatte einen handfesteren Grund: Es fuhr kein Bus mehr am gleichen Abend zurück. Kurzerhand wurde in unserem Biergartenhäuschen übernachtet. So viel Engagement für seine Musik-Idole sollte honoriert werden. Könnte glatt sein, dass sich die Ayabie-Fans mal wieder in die Kantine verirren, in ein paar Jahren vielleicht und dann hat sich das mit den Schattierungen in Pink bestimmt verwachsen.</p>
<p>Noch sind sie gekleidet wie die Helden aus ihren japanischen Mangas a´la Dragonball &amp; Sailormoon. Sie sind VISUAL-KEI´S und da ist Mode und Musik wichtig, aber es steckt viel mehr dahinter.</p>
<p>Den ganzen Konzertbericht mit vielen Hintergründen und Bildern könnt Ihr am kommenden Sonntag lesen.</p>
<p>Domo arigato gozaimasu.</p>
<p>Sayonara,<br />
Marcelus</p>
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		<title>Die Leiden des jungen Horst 2.0</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 00:28:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcelus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kantine-Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Horst]]></category>
		<category><![CDATA[Kassenhäuschen]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttlebus]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leute,
Euer Backstage-Reporter meldet sich zurück. Diese Woche erreichte mich die Geschichte oder genauer gesagt, es ist die Katastrophen-Reportage einer langjährigen „Kantinen-Nase“.
Horst Hilse werden die meisten von Euch ja aus dem Kassenhäuschen kennen. Genau, es ist dieser „Hans Albers-Typ“, bei man sich immer fragt, wie der sich wohl ins Kassenhäuschen gezwängt oder in unseren Shuttlebus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute,</p>
<p>Euer Backstage-Reporter meldet sich zurück. Diese Woche erreichte mich die Geschichte oder genauer gesagt, es ist die Katastrophen-Reportage einer langjährigen „Kantinen-Nase“.</p>
<p>Horst Hilse werden die meisten von Euch ja aus dem Kassenhäuschen kennen. Genau, es ist dieser „Hans Albers-Typ“, bei man sich immer fragt, wie der sich wohl ins Kassenhäuschen gezwängt oder in unseren Shuttlebus gefaltet hat.  Neben dem Shuttlebus, ist die Kasse ein Arbeitsplatz den sich „der Lange“ mit dem Backstage-Reporter und Frank teilt. Da die Zeiten ja bekanntlich nicht besser werden und wir alle zu Multijobbern mutieren, blieb Horst aber auch nichts erspart und er wurde auf Tour geschickt, um Werbung für ein Konzert zu machen.</p>
<p>Diese Geschichte kommt ungekürzt…..<br />
…und die nächste Geschichte soll bald folgen. Freut Euch jetzt schon mit mir auf “Horst reloaded”.</p>
<p>Euer Backstage-Reporter,<br />
Marcelus</p>
<h4>Abenteuer  Bonnreise</h4>
<p>Schön war, dass ich bereits um <strong>18.10</strong> Uhr an der Kennedybrücke sein konnte und dann genug Zeit zum Suchen hatte… Beethovenhall eingeparkt.. Fragen gehen &#8211; geschlossen…Mist ! Taxifahrer: Frongasse?- Nix wissen. Fährt weg..</p>
<p>Wieder in Kantinenshuttle und zu Opernhaus… Aha, Licht brennt… Hintereingang offen. Orchesterprobe mit schöner Musik,leider die falsche. Dame an der Pforte hilft weiter… Stadtplan City aus Büro geholt… Frohn- oder Frongasse? &#8211; Unbekannt… Harmonie? nie gehört…</p>
<p>Moment… da kommt ein junger Mann den Gang entlang mit handy am Ohr “, der macht hier überall Kellner in der Umgebung…” erläutert die Dame….</p>
<p>Also Anquatschen —  Ja,ja, das muss eine der Gassen sein, da am Bertha von Suttner Platz. Am besten Wagen hier stehen lassen, da dort keine Parkmöglichkeit… Karton in den Arm und in die angegebene Richtung.. Aha,</p>
<p>Langgasse, Büderichgasse, Immengasse&#8230;!!! ÄÄhhh -  Passanten ausquetschen.. endlich ein älterer Bonner Herr, sehr freundlich und hilfsbereit.</p>
<p>“hmmmm  &#8211; noch nie gehört -  wohne seit 40 Jahren hier… ”</p>
<p>Ende Gelände &#8211; Hilflos frierend schon… fast <strong>19.00</strong> uhr &#8230;Karton wird schwer… Was tun?</p>
<p>Kommt Junger Typ mit “Watt auf de Ohren” &#8211; anquatschen… Er muss Kopfhöhrer ausziehen..</p>
<p>“Klar, kenn ich, bei meiner Freundin um die Ecke”  — “Jaja, Harmonie, ist heute Konzert” !!!</p>
<p>Mein Herz hüpft vor Freude und Dankbarkeit&#8230;</p>
<p>Wo? Nix city?</p>
<p>”ca 25 Kilometer weiter in Endenich” Plopp! Verblüffung! Er ist sich ganz sicher&#8230;</p>
<p>Also Fussmarsch zurück…  Endenich?   Richtung Hardtberg Also über Eisenbahnbrücke …… Konzentrierte Fahrt Richtung Endenich</p>
<p>Schei&#8230;..eeee!!!  Benzin leer !  Tanke suchen- aha  &#8230;. letztes Geld in den Tank werfen.</p>
<p>Mittlerweile <strong>19.45</strong> Letzter Halt an Frittenbude vor Autobahnauffahrt Hardtberg &#8211; Netter Türke kommt mit raus und erklärt genau…. Oki doki,verstanden.. schräg links direkt vor Autobahnverteiler!</p>
<p>DA!!!!    Das Lokal gesichtet…. JA!!!  mit Plakat draussen !!!!</p>
<p>Parkmöglichkeit suchen… schwierig, schwierig -  Überall Halteverbot.. Aha Parkplatz in der Nähe… Geschafft ! Karton unter den Arm-zurücklaufen&#8230;</p>
<p><strong>20.10</strong> Uhr&#8230; Bin im Konzertraum &#8211; Wurde schon erwartet….Veranstalter Bonnmusik. Kasse kennt keinen von Harmonie-Leuten…   Aber doch:  SUPER! satter sound&#8230;</p>
<p>Endlich.. jemand gehört zum Laden</p>
<p>Plakate aufhängen? geht nicht… Türen voll und ansonsten nur im Rahmen.. Nichts mehr frei-sorry</p>
<p>Kommt jemand namens Ed : Kantine?  “Grüß auf jeden Fall den Markus von mir! Alter Kumpel &#8211; werde mal wieder vorbeischauen in der Kantine!” Kommt die Frau von Bonnmusik: Hier die Plakate für Kantine mitnehmen!- ok!</p>
<p><strong>22.00</strong> Uhr &#8211; nach 30 Minuten Zugabe Konzert zuende…</p>
<p>Postiere mich im Ausgangsbereich zwischen Kücheneingang Gastronomie und Flur zum Ausgang…zuvor auf kleines Regalbrett zur Gastro Kantinenprogramme ausgelegt… Ooohhh schon alle weg… Nachlegen! &#8211; und noch eine zweite Auslagemöglichkeit in Raucherbereich entdeckt… Kantine scheint bekannt: alle greifen zu!<br />
da strömen sie schon: In 20 Minuten alle Flyer verteilt… Auch vor dem Lokal kein einzigen weggeworfenen gefunden….</p>
<p>Zurück zum Parkplatz &#8211; Verdammt… !!! &#8211; Alles Glatteis- bis Autobahn Schneckentempo !</p>
<p>Dann endlich wieder zuhause …. <strong>0.40</strong> uhr</p>
<p>War aber ein Superkonzert ! und erfolgreiche Werbeaktion, wie selten.</p>
<p>Gruß,<br />
Horst</p>
<p>PS. Werde gleich Wagen zurückbringen.</p>
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