KANTINE backstage

19. März 2009

Herr über hunderte Parkplätze

Filed under: Kantine-Stories — Schlagwörter: , , , — Marcelus @ 11:27

hans-1200x1800.jpg Verirrt man sich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn in die Kantine, wird man da schon ein bekanntes Gesicht in oranger Warnweste bekleidet antreffen. Egal ob nasskalt oder in sengender Sonne, Hans ist immer vor allen da, um dafür zu sorgen, dass niemand ein Auto mitten auf “seinen” Parkplatz abstellt. Machen wir uns nichts vor, es ist keine Astrophysik, aber es kommt dem schon ganz nahe, was unser Parkplatz-Chef allabendlich treibt, um so vielen Gästen wie möglich einen Parkplatz zu bieten. Im Idealfall stehen die Fahrzeuge dann in Reih und Glied, Tür an Tür.  Manchmal kommt aber alles anders, so kann es schon mal sein, dass ein kräftiger Herr einen noch dickeren Hals vorzuweisen hat und das vor Arbeitsbeginn. Der Auslöser für dieses Stimmungstief ist dann meistens schnell in einem mitten auf dem Platz geparkten Auto gefunden. “Ich habe ein ausgeklügeltes System entwickelt, um die maximale Kapazität auszuschöpfen und wenn mir auch nur einer schlecht parkt, dann kann ich meine Reihen nicht setzten, es ist wie die Ordnung in einem komplexen System.” Wenn Hans das sagt, merke ich wie ernst er seinen Job nimmt. Ich habe mir das System erklären lassen und es auch in den Grundzügen verstanden, aber es gleicht schon einer Kunst. Alle lieben Hans, denn Hans ist ausgestattet mit dem Temperament eines Brauereipferdes und stets gelassen (Ausnahmen bestätigen die Regel), findet immer ein nettes Wort für unsere Gäste und kennt unsere Verantaltungen in- und auswendig. So verwundert es auch nicht, wenn sich hübsche Damen in Stöckelschuhen unterhaken und von ihm zu Auto begleiten lassen oder an regnerischen Tagen unter seinem Schirm Schutz suchen. “Jeder Job hat auch seine guten Seiten, man muss sie nur für sich entdecken”, sagt mir der 56-jährige und kann dabei ein Schmunzeln nicht verbergen.

Die Ordnung in einem komplexen System:

Der Auftrag ist klar: Man bringe so viele Vehikel wie möglich auf einem vorgegebenen Platz unter. Soweit die Theorie. Aber so einfach geht das nicht, das System ist zu komplex und nicht jeder kommt mit einem Smart oder Fiat 500 daher, da ist dann auch schon der ein oder andere SUV dabei und diese PKW sind ja bekanntlich etwas größer. “Am schlimmsten sind Coupés, da sind die Türen dann so ausladend, dass keiner mehr in einer Reihe  aussteigen kann. Coupés, SUV´s, Geländewagen und Kleinbusse kommen grundsätzlich in die Außenplätze, manchmal auch schräg.  Kleinwagen können auch mal unterkommen, wenn eigentlich nichts mehr zu machen ist, das ist häufig bei den starken Veranstaltungen der Fall, wie Silvester, Konzerten oder bei “Tanz in den Mai, ist ja bald wieder! Ach ja und die “Open-Air-Discothek”  bei  schönem Wetter ist eine besondere Herausforderung, weil da Fahrer in ihren besonders schönen Autos gerne mal das große “Schaufahren” absolvieren.” Hans denkt während seiner Schicht irgendwie in anderen Kategorien.

Das Team:

Das Parkplatzteam besteht aus  sechs Mitarbeitern, die sich untereinander abwechseln und ständig in Funkverbindung stehen. “Ich selber bin einer der ersten Stunde und habe den Job schon in der alten Kantine in Nippes gemacht. Interessant ist einfach die Herausforderung, allen einen sicheren Platz zu geben. Abgesehen von ein paar Parkremplern, die nicht ausbleiben, ist auch noch nie etwas passiert. Frauen kommen immer sicher nach Hause.”

“Was mir wichtig ist:”

“Immer wieder erlebe ich es, dass Gäste sich noch unter Alkohol ans Steuer setzen, das ist ja immer grenzwertig, aber häufig noch einigermaßen machbar.  Was uns aber von vielen anderen Discotheken und Konzerthallen unterscheidet ist, dass bei uns jeder Gast ganz problemlos seinen PKW über Nacht stehen lassen kann, wenns mal was mehr war. Da ist auch noch nie etwas passiert. Der Parkplatz wird nicht abgeschlossen und der Gast kann, auch am Wochenende noch seinen Wagen bei uns abholen und über die Ausfahrt hinten herausfahren, jederzeit. Mein persönlicher Tipp an unsere Gäste: Wagen stehen lassen! Einmal bin ich eingeschritten, als ich gesehen habe, dass jemand noch fahren wollte und echt nicht mehr im Stande dazu war. Eigentlich darf ich das ja nicht, aber dem habe ich einfach den Schlüssel abgenommen und in den Shuttlebus gesetzt. Das kommt aber selten vor.”

Shuttlebus im 5-Minuten-Takt:

Ein wenig stolz sind wir schon auf unseren Shuttlebus, denn was man sonst nur aus südlichen Urlaubsdestinationen kennt, ist bei uns schon seit Jahren im Einsatz. Bis 3 Uhr nachts fährt der Bus zu jeder Party von der Kantine  zur Bahnhaltestelle Wilhelm-Sollmann-Str., die Euch mit der Linie 12 und 15 Richtung Ebertplatz/Hauptbahnhof bringt. Der Bus pendelt ständig im 5-Minuten-Takt zwischen der Kantine und der Haltestelle, so dass keiner unserer Gäste lange warten muss.

Die Ausrüstung:

Starke Nerven, eine orange Warnweste, eine Taschenlampe mit Leuchtkegel und ein Funkgerät gehören zu den wichtigsten Dingen, die man in diesem Job braucht.

Die Philosophie:

“Jeder bekommt seinen Platz, jeder!”

3. März 2009

Jack Bruce, Robin Trower, Gary Husband – eine Handvoll Fotos

Filed under: Bilder,Konzertberichte,Leserbriefe — Schlagwörter: , , — KANTINE-Team @ 13:28

Erreichte uns per E-Mail. Danke an Peter. Das Kantine-Team…

Hallo aus Oberhausen!

Die Fotos könnt ihr unter euren Konzertfotos platzieren, habe ein paar hundert gemacht, war ein Klasse Konzert. Betrüblich nur: Jack`s Gesundheitszustand, so zumindest mein Eindruck, ist nicht mehr der allerbeste. Ich bin froh nochmal dabeigewesen zu sein… (heute abend in holland nochmal…?)

Gruß Peter!

2. März 2009

Manche nehmen ein Taxi, Werner das Flugzeug

Filed under: Kantine-Gäste — Schlagwörter: , , — Marcelus @ 00:18

Stammgast Werner Dickes Jeder fünfte Bundesbürger träumt vom Auswandern! 1991 waren es noch rund 99.000 Menschen, die ihren Erstwohnsitz gegen ein Domizil im Ausland eingetauscht haben. 2007 war ein Rekordjahr mit 165.000 Deutschen, die ihr Glück im Ausland versucht haben. Werner Dickes ist ne “kölsche Jung”, der nach Norwegen ausgewandert ist und dennoch der Kantine die Treue hält. Man kann die Uhr danach stellen – Jeden Monat gehts mit dem Flugzeug von Oslo nach Köln und dann auf dem direkten Weg in die Kantine, um freitags und samstags abzutanzen! Gibts in Oslo keine Discotheken?

Zugegeben, ich habe auch schon das ein oder andere Mal reingezappt, um mir “Goodbye Deutschland” anzuschauen und muss sagen, dass es immer wieder interessant ist, wie einige es schaffen im Ausland zu arbeiten. Unser Stammgast auf Abwegen hält uns dennoch die Treue. “Ich kenne die Kantine noch aus alten Zeiten in Nippes. Jetzt komme ich einmal im Monat mit dem Flieger von Oslo nach Köln, um freitags und samstags zu feiern. Eine Zeit lang bin ich der Liebe wegen sogar alle zwei bis drei Wochen in die Kantine gekommen”, teilte mir Werner mit. Er kennt mittlerweile viele Leute von den Wochenenden, die sich freuen ihn einmal im Monat zu sehen. Die Flugverbindungen seien gut und auch die Ticketpreise mit 100 bis 140 Euro für den Hin- und Rückflug erträglich. Eine ganze Zeit lang ist er an den Wochenenden bei Freunden in Köln untergekommen, aber das kommt jetzt nur noch ab und zu vor. Jetzt sucht er sich vorzugsweise Pensionen, die “kantinennah” sein müssen!

Seit 2004 hat es den Kölner wegen eines interessanten Jobangebots nach Norwegen verschlagen, wo er in seinem Beruf als Zimmermann arbeitet. Genauer gesagt lebt er dort auf einer Insel im westlichen Teil des Oslo-Fjörds. “Eigentlich ist es eine ehemalige Pirateninsel, aber wenn ich das sage, ernte ich nur ungläubige Blicke”, sagte mir der Wahlnorweger. Eigentlich wollte Werner schon immer im Ausland arbeiten, bis ihm der Zufall zur Hilfe kam und er jemanden kennenlernte, der ihm von einer Agentur erzählte die Handwerker ins Ausland vermitteln. Kurze Zeit später fand er sich mit vier Taschen in Kiel wieder und es ging auf dem direkten Weg nach Norwegen. Das erste Jahr lebte er in einer WG mit Leuten zusammen, die wie er den Einstieg in die Arbeitswelt Norwegens wagten. Mittlerweile ist er richtig angekommen und wohnt auf seiner Trauminsel.

Prominente Nachbarn teilen sich ebenfalls die Insel mit unserem Gast und im gleichen Haus im Fjörd wohnt Anita Hegerland, die früher mit Roy Black im Duett gesungen hat:”Schön ist es auf der Welt zu sein”. “So kann es auch mal sein, dass man den Sänger von A-HA, der ebenfalls die Insel bewohnt, in Jogginghose beim Bäcker trifft”, so Werner.

Am letzten Wochenende traf ich Werner und seinen Freund Heinzi aus Meck.pomm., der ebenfalls mit ihm in Norwegen arbeitet und am Wochenende auch nichts vorhatte. Jetzt weiß ich warum TV-Formate á la “Goodbye Deutschland” so erfolgreich sind. Wie ich finde, brauchen wir mehr solcher Gäste!

Also, wenn Ihr auch einen weiten oder auch ungewöhnlichen Anfahrtweg habt oder Mühen auf Euch nehmt, um zu uns zu kommen, dann lassen wir uns auch nicht lumpen und prämieren originelle Einsendungen mit Freikarten und Freidrinks.

Eine schöne Woche,
Euer Backstagereporter

27. Februar 2009

KANTINE Karnevals Bilder-Voting

Filed under: Bilder,Umfragen — Schlagwörter: , , — KANTINE-Team @ 17:14

Das Voting-Ergebnis steht fest:

Teilnehmergruppe 01 (erstes Bild unten) hat gewonnen!
Herzlichen Glückwunsch zum freien Eintritt für die Kantine-Party-Specials in 2009.

Die Gewinnerin aus der Voting-Teilnehmer-Verlosung ist auch schon gezogen worden:
Elke L. gewinnt ebenfalls freien Eintritt zu den Party-Specials 2009.

Glückwunsch und viel Spaß beim Feiern ;-)

DIE Kantine.

21. Februar 2009

Indiana Jones meets Prof. Grzimek

Filed under: Kantine-Gäste — Schlagwörter: , — Marcelus @ 02:27

img_4200-1200-x-800.jpg Schnappschuss der Woche

Weiberfastnacht brodelte es wieder in der Kantine. Einer der Gäste, der in jeder Situation gelassen reagierte, war  Manfred Brinkmann und sein Klammeräffchen. Der Mann, dem dieses sehr anhängliche Äffchen um den Hals hing, arbeitet sonst als “International Secretary” für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Frankfurt und kommt viel in der Welt rum. Indiana Jones meets Prof. Grzimek…

8. Februar 2009

Positive Thinking

Filed under: Kantine-Gäste — Schlagwörter: , , , — Marcelus @ 17:02

dieter_broichhagen.jpg Es ist wie im wahren Leben, hinter einzelnen Köpfen stecken mitunter sehr komplexe Charaktere….und jeder hat seine Geschichte zu erzählen.

Warum sollten die Gäste unserer Diskothek oder auch die Konzertbesucher der Kantine da eine Ausnahme bilden?

Folgt man also den Gesetzmäßigkeiten der Statistik, findet man unter unseren Gästen einen Abriss der Gesellschaft: Nette und Unsympathen, Polizisten und Verbrecher, kühle Rechner und Kopflose, Tänzer und Beobachter, Sissys und Siegfrieds, Rechts- und Staatsanwälte,  Buchhalter und Künstler…

Dieter Broichhagen ist eine solche komplexe Persönlichkeit, aber einer der definitiv netteren Gattung. Dieter Broichhagen ist Künstler, singt im Chor, liebt mit seiner Frau Iris Spanien, tanzt sich jedes Wochenende in der Kantine die Seele aus dem Leib und arbeitet unter der Woche als EDV-Fachmann! Iris und er sind immer da.

Wer im vergangenen Jahr bei uns war, dem dürfte nicht entgangen sein, dass im Eingangsbereich seine Foto-Kunst ausgestellt war: “Illugen Collasionen”. Fotografien vom Kölner Dom, Tulpen, Sonnenblumen, Seen und Natur, aber aus einer völlig ungewöhnlichen Perespektive. Mal aus der Frosch- mal aus der Vogelperespektive und immer anders als gewohnt. Was mich veranlasst hat mal eine Ausstellung für Dieter zu organisieren, war einfach der Bezug zur Umgebung, also nichts Abstraktes, sondern das Konkrete, was vor der Haustüre liegt. Man nennt das Ganze Fotorealismus. Ich würde es einfach gutes Handwerk nennen. Dieters Fotografien sind fotorealistisch, aber wiederum auch nicht.

Da halte ich es lieber mit Beuys: “Kunst ist Kunst ist Kunst” und bin raus.

Als ich Dieter im letzten Jahr begegnete, hatte er ein paar Flyer in Postkartengröße dabei und fragte mich, ob er diese an der Kasse auslegen dürfte. “Na klar”, war meine Antwort, da wir ja den Kulturanspruch in unserer Firmierung tragen: Die Kantine Kulturbetrieb GmbH. Wir sind eben Eure “Disse”, ganz klar, aber bitteschön mit Anspruch und vielen Konzerten der unterschiedlichsten Art: von Rock über Jazz und Hip Hop, also, von A – Z…A wie Alanis Morrisette im Original, die in den 90ern bei uns war bis hin zur Zappa-Cover-Band, die mit Originalbandmitgliedern Zappas Musik am Leben hält. Schaut ruhig mal in unser Archiv.

“Der Broichhagen”, der da jedes Wochenende mit seiner Frau auf der Matte steht ist kein Künstlertyp im engeren Sinne. Der hat keinen Schal um den Hals und sieht nicht aus wie das personifizierte Leben der Bohème… Fehlanzeige!

“Ich tanze ich mir jeden Freitag und Samstag die Seele aus dem Leib und das mache ich heute noch. Zuerst war es Therapie für mich und heute ist es Prophylaxe und Spaß pur.  Heute pflege ich regelmäßige Kontakte mit über 150 Menschen. Ich habe mich manches mal gefragt, mit wie vielen Menschen man regelmäßige Kontakte pflegen kann? Da muß es doch eine Grenze geben. Irgendwann kann man diese massenhaften Kontakte nicht mehr halten, weil es zu viele sind. Bei mir ist die Grenze aber noch nicht erreicht”, teilte mir Dieter Broichhagen mit.

Was hatte Dieter am letzten Karneval an? Ich glaube es war Freibeuter/Pirat!
Wir werden sehen, was es in diesem Jahr wird…

Euer Backstagereporter,
Marcelus

P.S.
Hier geht es zur Website von Dieter: http://www.illugen-collasionen.de

Und hier ein paar Impressionen seiner Arbeit:

4. Februar 2009

Lecker Kölsch un lecker Mädche…

Filed under: Kantine-Partys — Schlagwörter: , , — Marcelus @ 02:19

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KÖLN – VENEDIG – RIO

Die Sache liegt klar auf der Hand, eine der weltweit drei Karnevalshochburgen ist Köln und eine der Epizentren der fünften Jahreszeit wird wieder Eure Kantine sein: Kölns lautestes Wohnzimmer!

Ein Motto ist: “Lecker Kölsch un lecker Mädche…”, womit auch klar wäre, dass bei uns die Grundbedürfnisse eines jeden Jecken ernst genommen werden. Der eine mehr Kölsch, der andere mehr Mädche!

JLÄMOUR LA TRÄSCH PARTI:

Viele werden die “Glamour La Trash Party” in ihrer Reinform seit den 90er Jahren kennen – und genau diese Party geht auch in dieser Session wieder an den Start, allerdings in der eingekölschten Variante: “Jlamour La Träsch Parti”!

“Glamour La Trash” wurde als Kind zweier DJ´s in den 90er Jahren geboren.  Sie brachte als support und Aftershowdisco bei Gildo Horns Auftritten im Luxor die Schlagerfans zum tanzen. Hinter GEMISCH standen GErd und MISCHa. Die Zwei – das GEMISCH. ” Die Zwei” ist  auch die Titelmelodie der 70er Jahre Kult-Serie mit Roger Moore und Tony Curtis. Das musikalische Konzept der GLT war wie Gildos Konzept: Die DJ´s trauen sich alles.

Musikalisch gehts von Conny Froboess “Zwei kleine Italiener” über Dschingis Khans “Moskau” bis Abbas “Waterloo” und noch viel weiter. Diese Partys gingen nicht selten von 20 Uhr bis morgens um sechs. Unser Karnevalssonntag startet mit dem Fred Kellner Konzert, leider in diesem Jahr ohne Anke Engelke, der wir an dieser Stelle für Ihre Schwangerschaft alles Gute wünschen.

Also, im Anschluss an das Konzert gibts GLT: ein bisschen Funk, ein bisschen Soul und dann janz träschig mit Karneval gemixtem Sound. Es kann also wieder verdammt spät werden……..

In diesem Sinne, machts gut
Euer Backstagereporter

Hier sind alle Karnevals-Termine nochmals in der Übersicht:

KARNEVAL IN DER KANTINE: „RUT UN WIESS“: 19.2. – 22.2.2009:

  • Do. 19.2.09 Wieverfastelovendparty “Lecker Kölsch un lecker Mädche“ ab 20Uhr AK: 6 €
  • Fr. 20.2.09 Fridach Ovends „Beß Jenerazijon“ ab 20 Uhr AK: 6 €
  • Sa. 21.2.09 Sambsdach Ovends: „Jenerazijon Naach“ ab 20 Uhr AK: 6 €
  • So. 22.2.09 Sonndach Ovends: “Fred Kellner feat. Die Horny Horny Horns” Vvk: 16 € AK: 20 € donoh “Jlämour La Träsch Parti“ AK: 6 €

27. Januar 2009

DIE BAND AYABIE – Wie die Japaner den Einlass regeln…

Filed under: Kantine-Stories — Schlagwörter: , , , , , — Marcelus @ 00:37

Die Band AYABIE
Wie die Japaner den Einlass regeln

Einige Gäste der Freitagsparty „Best of Generation“ trauten eines freitagnachts 2008 ihren Augen nicht mehr, denn Teenies campierten auf dem Kantinengelände, um schon drei Tage vor Konzertbeginn der japanischen Band „Ayabie“ ihren Idolen ganz nah zu sein. Wie man einer Band nah sein kann, die irgendwo in Europa spielt und erst Sonntag anreist, soll mir mal einer erklären. Mit dieser Fragestellung im Gepäck, ließ ich es mir nicht nehmen der Sache auf den Grund zu gehen und ich habe fünf Hardcorefans interviewt. Dabei kam heraus, dass ich keine Ahnung habe was da aus Nippon auf uns zukommt. Damit bin ich jedoch nicht alleine, was mich einigermaßen beruhigt, denn ich dachte, dass mir in Sachen Musik  nichts vorzumachen ist. Weit gefehlt.

Es ist mehr als nur Musik und fantasievolles Outfit. Ayabie, die Band aus Japan, ist eine der Combos, die J-Rock machen – Japanese Rock.

Überwiegend Mädels, im Alter zwischen 16 bis 20 Jahren in extravaganter, zum Teil selbstgenähter Kleidung waren angereist. Hätte man Mangas lebendig gemacht, wäre die Kantine der Schauplatz dafür. Was keiner der Kollegen bis dato kannte war die Disziplin, die beim Einlass herrschte.

Das Einlass-Szenario:

free-hugs1-900-x-600_0.jpg Japan, bekannt für seine Disziplin, stand hier auch wieder Pate.
“Die Tickets in Japan sind immer durchnummeriert“, erzählt mir auf Nachfrage dann die 20-jährige Norah aus Velbert.
Sophia aus Bautzen ist hingegen acht Stunden mit dem Zug angereist und hat sich auch schon zwei Nächte um die Ohren geschlagen. Unser Ticketsytem kennt vorwiegend die Einteilung in Steh- und Sitzplätze und das wars. Wer zuerst kommt, der ergattert die vordersten Plätze beim Einlass und ist dann meistens auch als erster an der Frontlinie, ganz nah bei seinen Stars. So läuft das bei uns und in der gesamten angelsächsischen Musikwelt. Japan ist ganz anders!
Die J-Rock Fans machen das auch ganz anders, so auf die japanische Art: Der Fan, der zuerst anreist malt sich mit einem Textmarker eine Nummer 1 auf den Handrücken und trägt dafür Sorge, dass der Nächste eine 2 bekommt und so weiter. Das System funktioniert!! Unglaublich. Wir sind schon an einfacheren Dingen gescheitert. Die Mädels machen es. So kam es, dass meine fünf Ayabie-Fans die Nummern ab 13 hatten.

Die Zahl 22 hat für Norah eine ganz besondere Bedeutung: „ Beim Konzert der J-Rock Band Miyaviein in Bonn habe ich mir 22 Rippen gequetscht, weil ich vor der Bühne eingekesselt war“, sagt Norah voller Stolz und bekräftigt, dass ihr das Erlebnis jede einzelne Rippe wert war! Fabienne aus Duisburg hält mir im Interview ein Schild vor dir Nase auf dem „Free hugs“ steht. FREE HUGS heißt Umarmungen gratis!
Fabienne  erklärt mir dann auch, was es damit auf sich hat. Im sonst so emotionsarmen Japan, in dem Gefühle zeigen nicht üblich ist, versammelt sich die Visual-Kei-Jugend auf der Harajuku-Bridge um eine Gegenströmung zum sonst so emotionslosen Japan zu bilden und lädt jeden Passanten zu einer Gratis-Umarmung ein. Irgendwie gefällt mir das und eh ich mich versehe, bekomme ich fünf Gratisumarmungen von verschiedenen Menschen. Wenn etwas cool ist, dann das! Besonders wertvoll war hierbei die Erkenntnis, dass körpereigene Botenstoffe erst nach einer 40-sekündigen Umarmung freigestetzt werden. 40 Sekunden können verdammt lang werden, wenn man einen völlig fremden Menschen umarmt!

In diesem Sinne.
Bis bald,
Euer Backstagereporter Marcelus Lachhein

21. Januar 2009

R O S A R O T & P I N K !

Filed under: Kantine-Stories — Schlagwörter: , , , , , — Marcelus @ 22:31

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Es ist bunt, es ist schrill, es ist neu und es ist ganz anders…, aber es ist fast immer pink!

Konnichi wa.

Die Fans der Nippon-Band AYABIE passen in so gar keine Schublade. Da liefen mir doch gute zwei Wochen vor Konzertbeginn im Sommer 2008  zwei eindeutig zu junge Gäste über den Weg, die sich bei unseren Sicherheitsleuten über die Einlasssituation beim Konzert erkundigten- nur so, um die Atmosphäre vorab einzufangen. Das gab´s so einfach noch nicht! Auch die Rückfrage bei unserem Booker Mischa, der Rock ´n Roll ja nun wirklich kennt, brachten nur völliges Erstaunen zu Tage: “Wie die Atmosphäre…?”

In der Kategorie Fan würde ich so ein Verhalten eindeutig bei 10 ansiedeln, wenn man bedenkt, dass die Mädels extra  mit dem Bus angereist sind. Soweit so gut. Aber dass die zwei dann gleich da geblieben sind, hatte einen handfesteren Grund: Es fuhr kein Bus mehr am gleichen Abend zurück. Kurzerhand wurde in unserem Biergartenhäuschen übernachtet. So viel Engagement für seine Musik-Idole sollte honoriert werden. Könnte glatt sein, dass sich die Ayabie-Fans mal wieder in die Kantine verirren, in ein paar Jahren vielleicht und dann hat sich das mit den Schattierungen in Pink bestimmt verwachsen.

Noch sind sie gekleidet wie die Helden aus ihren japanischen Mangas a´la Dragonball & Sailormoon. Sie sind VISUAL-KEI´S und da ist Mode und Musik wichtig, aber es steckt viel mehr dahinter.

Den ganzen Konzertbericht mit vielen Hintergründen und Bildern könnt Ihr am kommenden Sonntag lesen.

Domo arigato gozaimasu.

Sayonara,
Marcelus

19. Januar 2009

Die Leiden des jungen Horst 2.0

Filed under: Kantine-Stories — Schlagwörter: , , — Marcelus @ 01:28

Liebe Leute,

Euer Backstage-Reporter meldet sich zurück. Diese Woche erreichte mich die Geschichte oder genauer gesagt, es ist die Katastrophen-Reportage einer langjährigen „Kantinen-Nase“.

Horst Hilse werden die meisten von Euch ja aus dem Kassenhäuschen kennen. Genau, es ist dieser „Hans Albers-Typ“, bei man sich immer fragt, wie der sich wohl ins Kassenhäuschen gezwängt oder in unseren Shuttlebus gefaltet hat.  Neben dem Shuttlebus, ist die Kasse ein Arbeitsplatz den sich „der Lange“ mit dem Backstage-Reporter und Frank teilt. Da die Zeiten ja bekanntlich nicht besser werden und wir alle zu Multijobbern mutieren, blieb Horst aber auch nichts erspart und er wurde auf Tour geschickt, um Werbung für ein Konzert zu machen.

Diese Geschichte kommt ungekürzt…..
…und die nächste Geschichte soll bald folgen. Freut Euch jetzt schon mit mir auf “Horst reloaded”.

Euer Backstage-Reporter,
Marcelus

Abenteuer  Bonnreise

Schön war, dass ich bereits um 18.10 Uhr an der Kennedybrücke sein konnte und dann genug Zeit zum Suchen hatte… Beethovenhall eingeparkt.. Fragen gehen – geschlossen…Mist ! Taxifahrer: Frongasse?- Nix wissen. Fährt weg..

Wieder in Kantinenshuttle und zu Opernhaus… Aha, Licht brennt… Hintereingang offen. Orchesterprobe mit schöner Musik,leider die falsche. Dame an der Pforte hilft weiter… Stadtplan City aus Büro geholt… Frohn- oder Frongasse? – Unbekannt… Harmonie? nie gehört…

Moment… da kommt ein junger Mann den Gang entlang mit handy am Ohr “, der macht hier überall Kellner in der Umgebung…” erläutert die Dame….

Also Anquatschen —  Ja,ja, das muss eine der Gassen sein, da am Bertha von Suttner Platz. Am besten Wagen hier stehen lassen, da dort keine Parkmöglichkeit… Karton in den Arm und in die angegebene Richtung.. Aha,

Langgasse, Büderichgasse, Immengasse…!!! ÄÄhhh -  Passanten ausquetschen.. endlich ein älterer Bonner Herr, sehr freundlich und hilfsbereit.

“hmmmm  – noch nie gehört -  wohne seit 40 Jahren hier… ”

Ende Gelände – Hilflos frierend schon… fast 19.00 uhr …Karton wird schwer… Was tun?

Kommt Junger Typ mit “Watt auf de Ohren” – anquatschen… Er muss Kopfhöhrer ausziehen..

“Klar, kenn ich, bei meiner Freundin um die Ecke”  — “Jaja, Harmonie, ist heute Konzert” !!!

Mein Herz hüpft vor Freude und Dankbarkeit…

Wo? Nix city?

”ca 25 Kilometer weiter in Endenich” Plopp! Verblüffung! Er ist sich ganz sicher…

Also Fussmarsch zurück…  Endenich?   Richtung Hardtberg Also über Eisenbahnbrücke …… Konzentrierte Fahrt Richtung Endenich

Schei…..eeee!!!  Benzin leer !  Tanke suchen- aha  …. letztes Geld in den Tank werfen.

Mittlerweile 19.45 Letzter Halt an Frittenbude vor Autobahnauffahrt Hardtberg – Netter Türke kommt mit raus und erklärt genau…. Oki doki,verstanden.. schräg links direkt vor Autobahnverteiler!

DA!!!!    Das Lokal gesichtet…. JA!!!  mit Plakat draussen !!!!

Parkmöglichkeit suchen… schwierig, schwierig -  Überall Halteverbot.. Aha Parkplatz in der Nähe… Geschafft ! Karton unter den Arm-zurücklaufen…

20.10 Uhr… Bin im Konzertraum – Wurde schon erwartet….Veranstalter Bonnmusik. Kasse kennt keinen von Harmonie-Leuten…   Aber doch:  SUPER! satter sound…

Endlich.. jemand gehört zum Laden

Plakate aufhängen? geht nicht… Türen voll und ansonsten nur im Rahmen.. Nichts mehr frei-sorry

Kommt jemand namens Ed : Kantine?  “Grüß auf jeden Fall den Markus von mir! Alter Kumpel – werde mal wieder vorbeischauen in der Kantine!” Kommt die Frau von Bonnmusik: Hier die Plakate für Kantine mitnehmen!- ok!

22.00 Uhr – nach 30 Minuten Zugabe Konzert zuende…

Postiere mich im Ausgangsbereich zwischen Kücheneingang Gastronomie und Flur zum Ausgang…zuvor auf kleines Regalbrett zur Gastro Kantinenprogramme ausgelegt… Ooohhh schon alle weg… Nachlegen! – und noch eine zweite Auslagemöglichkeit in Raucherbereich entdeckt… Kantine scheint bekannt: alle greifen zu!
da strömen sie schon: In 20 Minuten alle Flyer verteilt… Auch vor dem Lokal kein einzigen weggeworfenen gefunden….

Zurück zum Parkplatz – Verdammt… !!! – Alles Glatteis- bis Autobahn Schneckentempo !

Dann endlich wieder zuhause …. 0.40 uhr

War aber ein Superkonzert ! und erfolgreiche Werbeaktion, wie selten.

Gruß,
Horst

PS. Werde gleich Wagen zurückbringen.

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